Sebastian Preuss
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WAS BRINGT USABILITY?

Wenn ein User sich auf einer Website nicht zurechtfindet und er sie nicht steuern kann, verlässt er sie. Die nächste Website ist nur einen Mausklick entfernt. Dass er jemals wiederkommt, ist unwahrscheinlich.
Eine gute Usability sorgt dafür, dass eine Online-Anwendung korrekt genutzt werden kann. Hat eine Applikation eine gute Usability, erreichen die User ihre Ziele vollständig, schnell und sind zufrieden. Eine schlechte Usability hingegen sorgt für Fehler, Nutzungsabbrüche und Frustration.

Usability ist ein Differenzierungsmerkmal

Eine gute Usability ist heute, da nahezu jedes Unternehmen über eine eigene Website verfügt, die User immer schnellere Verbindungen haben und immer häufiger online sind, ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal. Früher war das Internet etwas besonderes, heute gehört es zum Alltag. Die Bereitschaft der User, eine Website zu erlernen oder eine schlechte Website zu nutzen, ist äußerst gering. Die User wollen eine Website auf Anhieb verstehen und intuitiv steuern. Mittelfristig, so der Konsens, werden deshalb nur noch Websites erfolgreich sein, die über eine hohe Usability verfügen.

Usability ist harte Arbeit

Viele Unternehmen scheuen sich davor, in Usability zu investieren. Eine gute Usability, so ein weit verbreiteter Irrglaube, stelle sich von ganz alleine ein. Doch genau das stimmt nicht. Usability muss über alle Phasen des Erstellungsprozesses hinweg berücksichtigt, es müssen Tests und qualitätssichernde Maßnahmen durchgeführt werden. Usability ist ebenso wie ein durchdachtes Konzept, ein professionelles Design und eine saubere Programmierung eine Notwendigkeit, um eine qualitativ hochwertige und langfristig erfolgreiche Online-Anwendung zu schaffen.

Die Investition lohnt sich: Return on Investenment

Den Beweis dafür liefern Studien zum sog. “Return on Investment” (ROI). Dabei wird untersucht, welchen Ertrag Usability-Maßnahmen abwerfen. Es gibt unzählige Beispiele, die zeigen, wie sich die entscheidenden Maßzahlen durch den Einsatz von Usability-Maßnahmen verbessern: Die Konversionsrate und die Zahl der erfolgreichen Aktionen (Verkäufe, Buchungen, etc.) steigt, die Nutzungsabbrüche und Opportunitätskosten sinken. Noch wichtiger als diese harten Kennzahlen, die sich unmittelbar in bare Münze umrechnen lassen, sind jedoch die weichen Kennzahlen, die sich erst mittelbar auf den Gewinn auswirken: Die höhere Nutzerzufriedenheit, der Anstieg an Besuchern, das Mehr an Anfragen, etc.

Das bringt Usability:

  • Mehr Umsatz
  • Mehr Anfragen
  • Mehr Besucher
  • Höhere Kundenzufriedenheit
  • Stärkere Kundenbindung
  • Geringere Opportunitätskosten

Beeindruckende Zahlen

IBM hat die Zahl der Besucher in seinem Online-Shop nach einem Relaunch der Website unter Usability-Aspekten um 120% und den Umsatz um 400% gesteigert. Dell konnte durch die Beachtung einiger grundlegender Usability-Regeln den Umsatz über seine Website zwischen 1998 und 2000 von 1 Million auf 34 Millionen US-Dollar steigern.

Weitere Beispiele und Berechnungen zum Return on Investement finden sich hier:
Jakob Nielsen: Return on Investment for Usability
Frank Velmeke: ROI von Web-Usability. Was bringt Web-Usability in der Praxis?