Ablauf
Die User-Tests bei //SEIBERT/MEDIA sind in der Regel aufgabenorientiert, d.h. die Probanden lösen beim Test mithilfe der Anwendung vorher definierte Aufgaben. Alle Probleme, die sie bei der Erledigung haben, werden festgehalten und dokumentiert. Tests ohne Aufgabenstellung sind zwar möglich und manchmal auch sinnvoll, spielen in der Praxis aber nur eine untergeordnete Rolle.
Ein User-Test besteht in der Regel aus den folgenden fünf Phasen:
1. Grundlagen und Vorbereitung:
Zunächst muss geklärt werden, ob ein User-Test in der gegebenen Situation überhaupt die geeignete Methode ist. Anschließend müssen grundsätzliche Fragen zur Applikation beantwortet werden, wie z.B.: Wer ist die Zielgruppe, welche Anforderungen hat diese, welche Aufgaben werden mit der Anwendung erledigt, welche dieser Aufgaben sind kritisch für den Erfolg der Anwendung, etc.
2. Rekrutieren der Testpersonen:
Im zweiten Schritt müssen Personen rekrutiert werden, die als Probanden an dem Test teilnehmen. Das Rekrutieren ist eine der wichtigsten und fehleranfälligsten Aufgaben. Denn die Testpersonen müssen repräsentativ sein, d.h. sie müssen aus der Zielgruppe stammen, für die das System gemacht ist – ansonsten sind die Ergebnisse unbrauchbar. Dies ist ein Punkt der von vielen Usability-Anbietern vernachlässigt wird.
3. Durchführen des Tests:
Sind alle Vorbereitungen getroffen und die Probanden rekrutiert, kann der Test durchgeführt werden. Meist finden die Testsitzungen im Usability-Labor von //SEIBERT/MEDIA statt. Bei Bedarf kann auch ein mobiles Labor zum Einsatz kommen und der Test direkt vor Ort beim Kunden abgehalten werden. Eine Testsitzung besteht dabei immer aus einem Vorgespräch, dem Test sowie einer Nachbesprechung.
4. Auswertung der Ergebnisse:
Nach dem Test müssen die erhobenen Daten sorgfältig ausgewertet werden. Die Audio- und Videoaufzeichnungen der Testsitzungen werden analysiert, zusätzlich wird die Nachbefragung ausgewertet und die Ergebnisse werden in Relation zu den in der Vorbefragung erhobenen personenspezifischen Daten gesetzt (Alter, Geschlecht, Online-Erfahrung, etc.). So entsteht eine Liste mit allen Usability-Problemen, die während des Tests aufgetreten sind plus Lösungsvorschlägen und einer Aufwandsschätzung für die Behebung.
5. Kommunikation der Testergebnisse:
Die Testergebnisse werden in einem Abschlussbericht dokumentiert, der an den Kunden übergeben wird. Ein Bericht umfasst in der Regel 16-20 Seiten plus Anhang und enthält neben den Problem- und Lösungsbeschreibungen auch Screenshots, Grafiken und eine Reihe quantitativer Daten. Zudem findet meist ein Treffen mit dem Kunden statt, bei dem die Ergebnisse vorgestellt und besprochen werden. Wenn gewünscht können auch direkt nächste Schritte geplant und eingeleitet werden.