COGNITIVE WALKTHROUGH
Der Cognitive Walkthrough ist ein expertenbasiertes Verfahren zur Analyse der Usability einer Online-Anwendung. Mithilfe des Cognitive Walkthrough werden gezielt einzelne Prozesse (oder Abläufe) einer Applikation untersucht und begutachtet.
Das kann z.B. der Einkauf in einem Online-Shop sein, die Buchung einer Reise oder das Ausfüllen eines Anfrageformulars. Die Anwendung wird also nicht ganzheitlich analysiert, sondern nur punktuell.
Der Ablauf des Cognitive Walkthrough
Beim Cognitive Walkthrough werden gezielt einzelne Abläufe untersucht. Der Evaluator geht bei der Prüfung den korrekten Ablauf Schritt für Schritt durch und notiert alle Probleme, die der User bei der Erledigung der einzelnen Schritte haben könnte. Dadurch entsteht eine Art “Storybook” mit einer ganzen Reihe sog. “Failure Stories” für jeden Prozessschritt. Ziel des Cognitive Walkthrough ist es also, jeden möglichen Fehler, den der Nutzer beim Durchlaufen des Prozesses machen könnte, festzuhalten und zu beurteilen.
Hohe Expertise = Hochwertige Ergebnisse
Wie gut die Ergebnisse eines Cognitive Walkthrough sind, hängt in starkem Maße davon ab, wie qualifiziert der Experte ist, der die Evaluation duchführt. Je mehr Erfahrung er hat und je mehr Usability-Wissen er besitzt, desto mehr mögliche Fehlerquellen wird er finden. Ebenfalls wichtig ist die Anzahl an Experten, von denen die Anwendung unabahängig voneinander begutachtet wird. Studien haben gezeigt, dass die Anzahl der gefundenen Fehler sich signifikant erhöht, je mehr Experten eine Anwendung begutachten. In der Praxis hat sich ein Cognitive Walkthrough von mind. zwei und max. fünf Experten als sinnvoll erwiesen.
Der Cognitive Walkthrough bei //SEIBERT/MEDIA
//SEIBERT/MEDIA hat hohe Qualitätsstandards für die Durchführung von Cognitive Walkthroughs etabliert. Zunächst wird in Abstimmung mit dem Kunden der korrekte Prozessablauf definiert und die Anzahl der Evaluatoren bestimmt, die einen Cognitive Walkthrough durchführen. Die sinnvolle Anzahl an Evaluatoren ergibt sich u.a. aus der Komplexität des Prozesses. Nach einer grundlegenden Einführung, arbeiten die Evaluatoren unabhängig voneinander und erstellen individuelle Gutachten. Nach einer abschließenden Teambesprechung wird aus den individuellen Gutachten schließlich ein Gesamtgutachten erstellt und an den Kunden übergeben.